Erneuerbare Energien

Die bilaterale Zusammenarbeit in der Erforschung erneuerbarer Energien zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem israelischen Ministry of Science,Technology and Space (MOST) begann 1998. 2003 wechselte die Zuständigkeit auf deutscher Seite zum Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Bereits seit 1974 gab es eine Zusammenarbeit in der Energieforschung zwischen BMBF und MOST, die bis 1998 andauerte.

Zum Thema erneuerbare Energien haben das BMU und MOST im Jahre 2005 eine Zusammenarbeit vereinbart. Sie umfasst die Schwerpunkte Solarenergie, Windenergie, Geothermie und Wasserkraft. Bislang wurden vom BMU folgende Projekte genehmigt:

  • Konzentration von Sonnenenergie und Entsalzung:
    In diesem trilateralen Projekt (Laufzeit: 2007-2010) waren das Institut für Technische Thermodynamik und das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die Universität Bremen, die Israelische Ben-Gurion-Universität und das Jordanische Nationale Energieforschungszentrum beteiligt. Die Partner untersuchten verschiedene Möglichkeiten der Meereswasserentsalzung für Gemeinden in Israel und Jordanien. Teil des Projekts war eine Pilotanlage.
  • Selbstreinige Photovoltaikzellen:
    Forscher der Ben Gurion-Universität und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme haben gemeinsam ein Reinigungssystem für PV-Zellen entwickelt, das ohne Wasser auskommt und das daher besonders geeignet ist für Wüstenregionen.
  • Fehlertolerantes Solarzellenmaterial:
    Chalkopyrit, ein häufiges Kupfererz, dient als Halbleitermaterial und eignet sich zur Herstellung von Dünnschichtsolarzellen (CIS). Seine Eigenschaften werden vom Helmholtz-Zentrum in Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität Tel Aviv, der Hebräischen Universität Jerusalem und dem Weizmann Institute of Science erforscht. Die Projektpartner hoffen, dass die Ergebnisse zur Verbesserung der Effizienz von CIS-Solarzellen beitragen.
  • Aktive Strömungskontrolle zur Lärmreduktion und Performanceverbesserung von Windkraftanlagen:
    In diesem Projekt von Wissenschaftlern der Universitäten Stuttgart und Tel Aviv wurde nach Möglichkeiten gesucht, den durch Rotoren von Windkraftanlagen erzeugten Lärm zu reduzieren. Das Ziel war, die Geschwindigkeit und damit die Effizienz der Windturbinen zu erhöhen. Leisere Windkraftanlagen erhöhen zudem die Akzeptanz bei der Bevölkerung.