Neue Materialien und Nanotechnologie

Die deutsch-israelische Forschungskooperation zu neuen Materialien und Nanotechnologie ist aus früheren Projekten zur Erforschung von Magnesiumlegierungen zur Nutzung für Batterien hervorgegangen. Die seit 1981 bestehende Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem israelischen Minstry of Science, Technology and Space (MOST) in der Materialforschung wurde 1995 neu gestaltet. Thematische Schwerpunkte waren – entsprechend dem damaligen BMBF-Materialforschungsprogramm Ma-Tech – die Entwicklung von Magnesiumlegierungen und von Materialien für neue Batterieentwicklungen. Mit der Veröffentlichung des BMBF-Programms WING (Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft) wurde im Jahr 2003 ein neues Kooperationsmodell für internationale Projekte eingeführt. Es sieht vor, dass auf beiden Seiten mindestens zwei Partner aus Industrie und Forschungseinrichtungen an dem Verbundprojekt beteiligt sind („2+2“). Die Forschungseinrichtung kann als Unterauftragnehmer der Industrie oder als eigenständiger Partner gefördert werden. Die deutschen Partner werden dabei vom BMBF, die israelischen Partner vom Office of the Chief Scientist (OCS) des Wirtschaftsministeriums (MOITAL) unterstützt. Außerdem finanzieren die Minerva Stiftung, die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF), die Alexander von Humboldt-Stiftung,  die Max-Planck-Gesellschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Projekte dieser Art.

Eine Vereinbarung mit MOST zur Batterieforschung wurde anlässlich der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen im Dezember 2012 unterzeichnet. Im Oktober 2014 fand die erste German-Israeli Battery School (GIBS) in Tel Aviv, Israel statt.

Schwerpunktthemen der GIBS sind neue Konzepte für Hochleistungsbatterien und Komponenten für Brennstoffzellen und weitere innovative elektrochemische Energiekonzepte der Zukunft. An der ersten GIBS in Tel Aviv haben 25 junge Nachwuchswissenschaftlerinnen -wissenschaftler und 14 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Deutschland und Israel teilgenommen. Im Fokus standen aktuelle Forschungsergebnisse zu elektrochemischen Energiespeichern und -wandlern, angefangen bei Lithiumionen- und Lithium-Luft-Batterien über neue Batteriekonzepte bis hin zu neuen Komponenten für Brennstoffzellen.