Neurowissenschaften

Die bilaterale Kooperation in den Neurowissenschaften wurde in den Jahren 1998 bis 2009 gefördert. Diese Maßnahme war der Nachfolger der erfolgreichen Kooperation im Bereich der kardio-vaskulären Erkrankungen.

Seit 1976 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) biomedizinische Projekte im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zwischen Israel und Deutschland zur Förderung wissenschaftlicher Kooperationen. 1998 wechselte der thematische Fokus dieser Fördermaßnahme von kardio-vaskulären zu neurologischen Erkrankungen. Seitdem wurden 23 herausragende Projekte im Bereich der krankheitsorientierten Neurowisschenschaften mit einem Gesamtvolumen von 7 Millionen Euro gefördert. Die erfolgreichen Forschungsgruppen untersuchten Krankheiten wie zum Beispiel die Epilepsie, die Alzheimer-Erkrankung oder neurodegenerative Krankheiten sowie grundlegende Mechanismen, wie das Gehirn auf molekularer und zellulärer Ebene funktioniert. Außerdem wurde ein sehr erfolgreiches Austauschprogramm für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert. 2008 wurde die bilaterale Kooperation in den Neurowissenschaften durch die Teilnahme beider Länder an dem multinationalen Konsortium ERA-NET NEURON ersetzt. Israelische und deutsche Forschende nehmen seither sehr erfolgreich an den jährlichen Bekanntmachungen teil.

Projekte und Austauschprogramme in den Medizinwissenschaften werden durch folgende Organisationen oder Maßnahmen gefördert: interministerielle Programme, Minerva, die Deutsch-Israelische Projektkooperation (DIP), die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF), die Alexander-von-Humboldt Stiftung (AvH), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Minerva Zentren in verschiedenen Gebieten der Medizinwissenschaften wurden an mehreren Israelischen Wissenschaftsinstituten gegründet.