Deutsch-Israelische Projektkooperation (DIP)

Das Programm dient der Förderung größerer, mehrjähriger Exzellenzvorhaben der deutsch-israelischen Zusammenarbeit. Seit 2008 wird es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft umgesetzt.

Die 1996 initiierte Deutsch-Israelische Projektkooperation (DIP) gilt laut einer Evaluation von 2004 als „Flaggschiff der deutsch-israelischen Wissenschaftskooperation“. Die Kooperation wird seit 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) administriert. Jährlich werden drei bis vier Projekte ausgewählt. Schwerpunkte liegen in den Natur- und Lebenswissenschaften, aber auch geisteswissenschaftliche Projekte werden gefördert. Antragsberechtigt sind ausschließlich israelische Universitäten und das Weizmann Institut of Science. Mögliche Kooperationspartner müssen im deutschen Wissenschaftssystem tätig sein.

Das Antragsverfahren ist zweistufig: Die antragsberechtigten israelischen Einrichtungen fordern in einem internen Verfahren zur Einreichung von Projektskizzen auf und können gemäß ihrer Vorauswahl bis zu zwei Vorschläge für gemeinsame Forschungsprojekte zu Vollanträgen ausarbeiten und einreichen.
Pro Jahr werden drei bis vier Projekte mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren neu in die Förderung aufgenommen. Die vorgegebene Bewilligungssumme pro Projekt beläuft sich auf insgesamt 1,655 Mio. Euro. Ein Unterausschuss der DFG gibt aufgrund eingeholter Fachgutachten eine Förderempfehlung an den Hauptausschuss ab.

Bislang wurden über 65 Projekte aus allen Fachbereichen gefördert (Stand 2014). Der Schwerpunkt liegt auf den Disziplinen Physik, Chemie Biologie und Medizin. Weitere Informationen über die Deutsch-Israelische Projektkooperation finden sich auf den Webseiten des Programms.