Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF)

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. In ihren 18 naturwissenschaftlich-technischen und biologisch-medizinischen Forschungszentren arbeiten rund 36.000 Beschäftigte. Ihr jährliches Budget beträgt über 3,7 Milliarden Euro. Der Auftrag der Helmholtz-Gemeinschaft ist Forschung, die dazu beiträgt, drängende Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft zu beantworten.

Einige der Helmholtz-Forschungszentren pflegen eine enge Zusammenarbeit mit israelischen Forschungsinstitutionen. Dazu zählt an erster Stelle das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg mit über 3000 Mitarbeitern. Die Kooperation mit Forschern in Israel existiert bereits seit 1976. Sie mündete seither in weit über 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen. 2014 wurde mit dem Thema „Personalisierte Medizin“ ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Ziel ist es, für Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten wie Krebs stärker personalisierte Lösungsansätze zu finden.

Das Max Delbrück-Centrum for Molekulare Medizin in Berlin-Buch hat eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit den israelischen Universitäten Technion in Haifa und der Hebräischen Universität in Jerusalem. Es hat zudem die gemeinsame deutsch-israelische Research School “Frontiers in Cell Signaling & Gene Regulation” (SignGene) initiiert, die 17 Forschungsteams aus Berlin und 15 aus  Israel zusammenbringt, darunter die des Chemienobelpreisträgers 2004 Aaron Ciechanover vom Technion.

Das Helmholtz-Zentrum GeoForschungszentrum (GFZ) in Potsdam erforscht das System Erde, mit seiner Geschichte, den Eigenschaften des Planeten sowie den in seinem Inneren und an der Oberfläche ablaufenden Vorgängen. Am Forschungszentrum arbeiten fast 1200 Mitarbeiter. Das GFZ unterhält Beziehungen unter anderem zur Israel Academy of Sciences and Humanities, der Hebräischen Universität in Jerusalem und dem Geophysical Institute of Israel in Lod.

Das Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) ist mit über 850 Mitarbeitern eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung in Europa. Seit 2010 erforschen deutsche, israelische und palästinensische Wissenschaftler unter Leitung des GEOMAR im Projekt TRION gemeinsam den Weg von Spurenmetallen von der chemischen Verwitterung der Gesteine an Land bis zu ihrem Einbau in die Kalkskelette von Korallen. Beteiligt ist auf israelischer Seite die Hebräische Universität Jerusalem.

Im Rahmen des virtuellen Instituts DESERVE – Dead Sea Research Venue, arbeiten Wissenschaftler aus Deutschland, Jordanien, Israel und Palästina zusammen. Ziel ist die Erforschung von Verdunstung und Wetterverhältnissen am Toten Meer. Projektpartner in DESERVE sind neben dem Karlsruher Institut für Technologie dasGFZ in Potsdam, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. die Hebräische Universität in Jerusalem, die Universität in Tel Aviv, die jordanische Al Balqa Applied University und die Universität Nablus in Palästina.